Trau­ung in der Kir­che zu Im­men­hau­sen bzw. Ma­rien­dorf

In un­se­rer schö­nen go­ti­schen Kir­che in Im­men­hau­sen wer­den jähr­lich vie­le Paa­re ge­traut. In der nicht min­der schö­nen klei­nen Kir­che zu Ma­rien­dorf sind es durch­schnitt­lich zwei bis drei Paa­re pro Jahr. Für die Paa­re, die sich trau­en las­sen, steht am An­fang ih­rer Ehe nicht nur der recht­li­che Rah­men. Mit dem Gang zur Kir­che ver­bin­det sich die Bit­te um Got­tes Se­gen für das ge­mein­sa­me Le­ben. Die­ser Se­gen steht im Zen­trum der kirch­li­chen Trau­ung. Aus der Er­kennt­nis he­raus, dass nicht al­les in un­se­rer Hand liegt, ha­ben Chris­ten sich selbst und ih­re Lie­ben seit je­her der Gü­te Got­tes an­be­foh­len. Bei der Trau­ung, dem Fest des Le­bens, gilt das in be­son­de­rer Wei­se.

Im Fol­gen­den fin­den Sie wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen, die im Zu­sam­men­hang mit der Vor­be­rei­tung ei­ner Trau­ung in der Kir­che zu Im­men­hau­sen bzw. Ma­rien­dorf zu be­den­ken sind.

Anmel­dung

Da es (be­son­ders in den Som­mer­mo­na­ten) in Im­men­hau­sen re­la­tiv vie­le Trau­un­gen gibt, emp­fiehlt es sich, mög­lichst früh­zei­tig die Trau­ung im Pfarr­amt an­zu­mel­den. Es ist durch­aus nicht un­ge­wöhn­lich, wenn ein Trau­ter­min schon ein drei­vier­tel Jahr vor­her ver­ab­re­det wird. Die Trau­ung wird von dem für den je­wei­li­gen Pfarr­be­zirk zu­stän­di­gen Pfar­rer (Auf­tei­lung der Ge­mein­de­be­zir­ke/Ad­res­se/Te­le­fon/Mail) durch­ge­führt. Als Trau­ter­mi­ne kom­men al­le Ta­ge au­ßer Sonn- und Fei­er­ta­gen so­wie den Ta­gen der Kar­wo­che in Fra­ge. Für Trau­un­gen in Ma­rien­dorf ist zu be­den­ken, dass der Pfar­rer von Ma­rien­dorf auch für Im­men­hau­sen zu­stän­dig ist. Es kann al­so durch­aus sein, dass die Kir­che in Ma­rien­dorf zwar frei, der Pfar­rer aber in Im­men­hau­sen ter­min­lich ge­bun­den ist.

Aus der gel­ten­den Kir­chen­ord­nung: Die Trau­ung setzt vo­raus, dass min­des­tens ei­ner der bei­den Ehe­gat­ten der evan­ge­li­schen Kir­che an­ge­hört. In Im­men­hau­sen bzw. Ma­rien­dorf kann sich trau­en las­sen, wenn ei­ner der zu Trau­en­den hier sei­nen Wohn­sitz hat oder die El­tern der zu Trau­en­den hier woh­nen oder die zu Trau­en­den be­ab­sich­ti­gen, hier­her zu zie­hen.

In der Re­gel wird bei der An­mel­dung im Pfarr­amt auch ein Ter­min für ein Trau­ge­spräch ver­ab­re­det, bei dem dann in grö­ße­rer zeit­li­cher Nä­he zur Trau­ung al­le we­sent­li­chen Din­ge be­spro­chen wer­den kön­nen.

Ablauf und Dauer

Durch­schnitt­lich dau­ert ei­ne Trau­ung zwi­schen drei­ßig und vier­zig Mi­nu­ten. Or­ga­nist und Küs­ter wer­den von der Kir­chen­ge­mein­de be­auf­tragt, so dass hier keine wei­te­ren Pla­nun­gen er­for­der­lich sind. Der Ab­lauf der Trau­ung in un­se­ren Ge­mein­den folgt der li­tur­gi­schen Ord­nung un­se­rer Lan­des­kir­che. Da­bei gibt es aber ei­ne gro­ße Frei­heit in der Fest­le­gung der ein­zel­nen Tei­le. Es be­steht da­her die Mög­lich­keit von Sei­ten des Braut­paa­res, ganz kon­kret Ein­fluss zu neh­men auf den Ab­lauf. Das ge­schieht am bes­ten beim Trau­ge­spräch. Hier nur noch ei­ni­ge Hin­wei­se, die even­tu­ell für die Ein­la­dung bzw. die an die Trau­ung an­schlie­ßen­de Fei­er von Be­deu­tung sein kön­nen:

  • Einzug: Man kann auf un­ter­schied­li­che Wei­se zur Trau­ung in die Kir­che ein­zie­hen. Tra­di­tio­nell ge­schieht das so, dass al­le ein­ge­la­de­nen Gäs­te mit dem Braut­paar vor­ne­weg ei­nen Zug bil­den. In die­sem Fall tref­fen sich al­le vor der Kir­che und zie­hen zum Or­gel­vor­spiel ein. Man kann aber auch die Gäs­te schon in die Kir­che ein­la­den und ver­ab­re­den, dass nur das Braut­paar – even­tu­ell zu­sam­men mit Blu­men­kin­dern oder den Trau­zeu­gen – ein­zieht. Da­rü­ber hi­naus sind auch noch an­de­re For­men üb­lich.
  • Aus­wahl von Lie­dern und Tex­ten: Es be­steht die Mög­lich­keit, bei der Aus­wahl der Lie­der und der li­tur­gi­schen Tex­te mit­zu­wir­ken. Man­che Braut­paa­re las­sen sich den ver­ab­re­de­ten Ab­lauf ih­rer Trau­ung von dem Pfar­rer ge­ben und fer­ti­gen dann ein Lied­blatt für ihre Gäs­te an. Das ist grund­sätz­lich aber nicht er­for­der­lich, da es in der Kir­che aus­rei­chend Ge­sang­bü­cher gibt.
  • Mitwir­kung von An­ge­hö­ri­gen, Freun­den etc.: Wenn Trau­zeu­gen oder Freun­de bei der Trau­ung, ins­be­son­de­re bei dem Für­bit­ten­ge­bet für das Braut­paar, mit­wir­ken möch­ten, so ist das mög­lich. Ab­spra­chen über die Tex­te kön­nen mit den Pfar­rern vor­ge­nom­men wer­den.
  • Zusätz­li­che mu­si­ka­li­sche Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten: Ge­le­gent­lich wir­ken auch Chö­re oder an­de­re Mu­sik­grup­pen bei ei­ner Trau­ung mit. In die­sem Fall ver­län­gert sich der Trau­got­tes­dienst ent­spre­chend. Falls ei­ne sol­che mu­si­ka­li­sche Mit­wir­kung als Über­ra­schungs­ge­schenk für das Braut­paar von An­ge­hö­ri­gen oder Freun­den ge­plant wird, ist es rat­sam, mög­lichst früh­zei­tig hie­rü­ber mit dem Pfar­rer zu re­den.

Ökume­ni­sche Trau­ung

Bei einer öku­me­ni­schen Trau­ung in un­se­rer Kir­che ist ein Ehe­part­ner evan­ge­lisch, wäh­rend der an­de­re ei­ner an­de­ren christ­li­chen Kon­fes­sion an­ge­hört. Mög­lich ist so­wohl die Trau­ung mit dem zu­ge­hö­ri­gen Pfar­rer/der Pfar­re­rin der an­de­ren Kon­fes­sion als auch die Trau­ung mit dem evan­ge­li­schen Pfar­rer al­lei­ne. Bei ei­ner ka­tho­lisch/evan­ge­li­schen Trau­ung emp­fiehlt es sich in je­dem Fall, über das ka­tho­li­sche Pfarr­amt ei­nen so­ge­nann­ten »Dis­pens« ein­zu­ho­len. Da­durch wird die Trau­ung in der evan­ge­li­schen Kir­che auch für die ka­tho­li­sche Kir­che rechts­ver­bind­lich.

Übli­cher­wei­se wird bei ei­ner öku­me­ni­schen Trau­ung ein ge­mein­sa­mes Trau­ge­spräch mit den be­tei­lig­ten Pfar­rern und dem Braut­paar durch­ge­führt. Bei der An­mel­dung ist al­so da­rauf zu ach­ten, auch die an­de­ren Be­tei­lig­ten recht­zei­tig vor­her zu in­for­mie­ren bzw. an­zu­fra­gen.

Trau­fra­gen

In der Li­tur­gie der Trau­ung steht vor dem Trau­se­gen das Trau­ver­spre­chen der Ehe­leu­te. Die­ses wird ein­ge­lei­tet durch ei­ne Le­sung aus der Hei­li­gen Schrift. Da­nach kom­men die Trau­fra­gen, die dem Ver­spre­chen der Ehe­leu­te ein sprach­li­ches Ge­wand ge­ben. Es gibt drei mög­li­che For­men von Trau­fra­gen, zwi­schen de­nen das Braut­paar wäh­len kann:

  • Form A: Pfar­rer: Die Hei­li­ge Schrift be­zeugt die Ehe als gu­te und gnä­di­ge Ga­be. Gott hat euch bei­de in der Ehe ver­bun­den und euch sei­nen Se­gen ver­hei­ßen. So fra­ge ich euch vor Gott und sei­ner Ge­mein­de: …, willst du …, ge­bo­re­ne …, die Gott dir an­ver­traut, als dei­ne Ehe­frau lie­ben und eh­ren und die Ehe mit ihr nach Got­tes Ge­bot und Ver­hei­ßung füh­ren in gu­ten und in bö­sen Ta­gen, bis der Tod euch schei­det, so ant­wor­te: >Ja, mit Got­tes Hil­fe.<
    Bräu­ti­gam: Ja, mit Got­tes Hil­fe.
    (An­schlie­ßend ana­log auch zur Braut.)
  • Form B: Pfar­rer: Nach­dem wir das Wort der Hei­li­gen Schrift ge­hört ha­ben, fra­ge ich euch vor Gott und sei­ner Ge­mein­de: …, willst du …, ge­bo­re­ne …, als dei­ne Ehe­frau aus Got­tes Hand neh­men, sie lie­ben und eh­ren, Freu­de und Leid mit ihr tei­len und ihr die Treue hal­ten, bis der Tod euch schei­det, so ant­wor­te: >Ja, mit Got­tes Hil­fe< (oder: >Ja<).
    Bräu­ti­gam: Ja, mit Got­tes Hil­fe.
    (An­schlie­ßend ana­log auch zur Braut.)
  • Form C (Ei­ne Fra­ge, die an bei­de Ehe­leu­te ge­mein­sam ge­stellt wird): Pfar­rer: Gott liebt uns und will, dass Mann und Frau in der Ehe ein­an­der lie­ben. Des­halb fra­ge ich euch bei­de: Wollt ihr eu­re Ehe im Ver­trau­en auf Got­tes Lie­be und nach sei­nem Wil­len füh­ren, so ant­wor­tet: >Ja<.
    Braut und Bräu­ti­gam: Ja.

Natür­lich er­set­zen die­se vor­for­mu­lier­ten Fra­gen nicht die Auf­ga­be, dass die bei­den Ehe­leu­te sich selbst ein­mal da­rü­ber Klar­heit ge­ben müs­sen, was sie sich denn bei ihrer Trau­ung ver­spre­chen und (wich­ti­ger noch) wie sie die­sem Ver­spre­chen ge­mäß mit­ein­an­der le­ben wol­len. Viel­leicht ver­hilft aber ei­ne Dis­kus­sion über die vor­ge­leg­ten Trau­fra­gen zu ei­ner sol­chen Klar­stel­lung.

Trau­spruch

Jedes Braut­paar sucht sich ei­nen Trau­spruch für die Trau­ung aus. In der Re­gel ist das auch dann der bib­li­sche Text, zu dem der Pfar­rer ei­ne An­spra­che hält. Je­der pas­sen­de bib­li­sche Vers kommt als Trau­spruch in Fra­ge. Als Aus­wahl­hil­fe kön­nen Sie auch un­se­re Lis­te häu­fig ge­wähl­ter Bi­bel­sprü­che ver­wen­den. Es ist wich­tig, den aus­ge­wähl­ten Spruch recht­zei­tig vor der Trau­ung dem Pfar­rer mit­zu­tei­len.

Forma­li­tä­ten

Es folgt ein Check­lis­te, die auch als Merk­blatt dem Braut­paar beim Trau­ge­spräch über­ge­ben wird. Hier sind al­le wich­ti­gen For­ma­li­tä­ten auf­ge­lis­tet, die man vor der Trau­ung be­ach­ten soll­te:

  • Aussu­chen ei­nes Trau­spruchs und even­tu­ell von Lie­dern
  • Fürbit­te am Sonn­tag vor Ih­rer Trau­ung: Wir la­den ganz herz­lich zu dem Got­tes­dienst ein, der (in der Re­gel) der Trau­ung vor­her­geht. Da­bei wird der Ter­min Ih­rer Trau­ung an­ge­kün­digt und das Braut­paar in die Für­bit­te mit auf­ge­nom­men.
  • Ringe: Der Pfar­rer er­bit­tet bei der Be­grü­ßung am Ein­gang die Ehe­rin­ge. Sie wer­den im An­schluss an das Trau­ver­spre­chen vor dem Al­tar über­reicht wer­den.
  • Blumen­schmuck in der Kir­che: Nach al­ter Tra­di­tion wird der Blu­men­schmuck auf dem Al­tar (bzw. im Al­tar­raum) bei ei­ner Trau­ung vom Braut­paar ge­stif­tet. Ab­spra­chen hier­zu kön­nen mit un­se­ren Küs­tern (Adres­se/Te­le­fon) ge­trof­fen wer­den.
  • Foto­gra­fie­ren und Fil­men Die Trau­ung ist ei­ne got­tes­dienst­li­che Hand­lung. Das Ge­bet, die Be­sin­nung und die Bit­te um den Se­gen Got­tes ste­hen da­bei im Mit­tel­punkt. Um die­sen An­lie­gen mög­lichst oh­ne Stö­run­gen ent­spre­chen zu kön­nen, bit­ten wir da­rum, die fol­gen­den Re­geln zum Fo­to­gra­fie­ren und Fil­men zu be­ach­ten:
    Beim Ein­zug und Aus­zug ist das Fo­to­gra­fie­ren (auch mit Um­her­ge­hen des Fo­to­gra­fen) in der Kir­che er­laubt. Wäh­rend des ei­gent­li­chen Trau­got­tes­diens­tes ist das Fo­to­gra­fie­ren je­doch grund­sätz­lich nicht ge­stat­tet: Die Er­fah­rung hat ge­zeigt, dass das nicht oh­ne – zum Teil sehr gra­vie­ren­de – Stö­run­gen und Un­ter­bre­chun­gen mög­lich ist. Video­auf­nah­men kön­nen nach Ab­spra­che mit dem Pfar­rer von ei­nem fes­ten Platz aus ge­macht wer­den. Um Er­in­ne­rungs­fo­tos ma­chen zu kön­nen, be­steht im An­schluss an den Got­tes­dienst die Mög­lich­keit, zu­sam­men mit dem Pfar­rer Bil­der am Al­tar zu ma­chen. Um lang­fris­ti­ge Schä­den an un­se­ren wert­vol­len Wand­ma­le­rei­en zu ver­mei­den, sind Blitz­licht­auf­nah­men al­ler­dings grund­sätz­lich nicht ge­stat­tet – durch das hel­le Licht zer­set­zen sich sonst all­mäh­lich die Farb­pig­men­te.
    Wir bit­ten, die­se Ver­ein­ba­rung auch Ih­ren Trau­gäs­ten mit­zu­tei­len!
  • Umgang um den Al­tar und Kol­lek­te: Beim Aus­zug aus der Kir­che zie­hen wir nach al­ter Tra­di­tion um den Al­tar he­rum aus. Da­bei kann die Kol­lek­te auf ei­nen Tel­ler am hin­te­ren Al­tar­ende ge­legt wer­den. So­fern nicht an­de­re Ab­spra­chen er­folgt sind, kommt die Kol­lek­te der Ar­beit der Kir­chen­ge­mein­de zu­gu­te.
    Beim Aus­zug kön­nen die Blu­men­kin­der auch in der Kir­che ih­re Blu­men aus­streu­en.
  • Stamm­buch­ein­trag: Es emp­fiehlt sich, auch über die kirch­li­che Trau­ung ei­nen Ein­trag in Ihr Stamm­buch ma­chen zu las­sen. Sie kön­nen es (zu­sam­men mit der »Be­schei­ni­gung der Ehe­schlie­ßung für re­li­giö­se Zwe­cke«) zur Trau­ung dem Pfar­rer mit­ge­ben. In der Re­gel ist es dann spä­tes­tens ei­ne Wo­che nach der Trau­ung fer­tig. Bit­te ver­ges­sen Sie nicht, das Stamm­buch im Pfarr­bü­ro (Adres­se/Te­le­fon/Mail/Öff­nungs­zei­ten) auch wie­der ab­zu­ho­len.